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Selbstkontrolle
Messung der Weite der Atemwege mit dem Peak-Flow-Meter
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Häufig ist der Umgang mit Asthma von Unsicherheit geprägt, denn
gerade das auf und ab der Beschwerden ist ein wesentliches Kennzeichen der
Erkrankung. Problematisch ist außerdem, dass das Gefühl "Atemnot"
oft nicht das wirkliche Ausmaß der Einengung der Bronchien wiedergibt.
In dieses Gefühl fließen auch Ängste, die aktuelle Situation,
Krankheitserfahrungen und vieles mehr ein. Nicht zuletzt diese Tatsache
führt zu einer großen Unsicherheit im Umgang mit der Erkrankung.
Dabei gibt es für dieses Problem bereits eine Lösung: Mit dem
Peak-Flow-Meter steht jedem Asthmatiker ein Frühwarnsystem zur Verfügung,
mit dem sicher und frühzeitig Schwankungen in der Stabilität der
Atemwege zu erkennen sind, um dann die Medikamente entsprechend anzupassen.
Dieses einfache mechanische Gerät bestimmt, gewissermaßen als
"kleine" Lungenfunktion, objektiv die Weite der Atemwege, und
dies auch noch zuverlässig zu jeder Zeit und an jedem Ort.
Vielleicht haben Sie schon ein Peak-Flow-Meter. Auf jeden Fall erhalten
Sie ein Gerät bei der Teilnahme an einer Asthma-Schulung. Die Handhabung
des Gerätes, das werden Sie bald bestätigen können, ist sehr
einfach:
| 1. |
Messen Sie immer im Stehen, da die Werte
sonst unterschiedlich sind |
| 2. |
Stellen Sie den Messzeiger auf Null |
| 3. |
Mit aufrechtem Oberkörper halten Sie das Gerät
waagerecht vor den Mund, atmen Sie tief ein und halten
Sie kurz die Luft an. |
| 4. |
Umschließen Sie das Mundstück fest mit den
Lippen |
| 5. |
Atmen Sie schnell und mit aller Kraft aus, so als würden
Sie eine Kerze ausblasen oder in ein Blasrohr blasen.
Wichtig ist ein kurzer Atemstoß, atmen Sie nicht
so lange wie möglich aus. |
| 6. |
Ihr Atemstoß verschiebt den Messzeiger, der Wert
ist das Maß Ihrer augenblicklichen Atemwegsweite. |
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Auch wenn die Messung zunächst einfach erscheint, so können sich
dennoch Fehler einschleichen. Einige häufige Fallstricke haben wir
hier zusammengestellt:
| • |
Messzeiger behindert oder Öffnungen
(Auslassdüsen) mit den Fingern verschlossen: Also
Finger weg von allen Löchern und Schlitzen im Gerät. |
| • |
Zu schwach hineingeblasen: Hier ist Ihre maximale Mitarbeit
gefordert, pusten Sie kräftig in das Peak-Flow-Meter. |
| • |
In das Gerät gehustet ("Trompetenstoß"):
Sie erhalten falsch hohe Werte. |
| • |
Mundstück mit den Lippen unzureichend umschlossen:
Falsch niedrige Messwerte, weil Luft verloren geht. |
| • |
Peak-Flow-Meter nicht gereinigt: Nicht vergessen, die
Peak-Flow-Meter regelmäßig zu reinigen (z.
B. einmal pro Woche mit lauwarmen Wasser, Herstellerhinweise
beachten), dann halten sie in der Regel 2-3 Jahre. Geräte,
die unglaubwürdige oder stark schwankende Messwerte
anzeigen, sollten ersetzt werden. |
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Jetzt müssen Sie nur noch wissen,
in welchen Situationen Sie mit dem Peak-Flow-Meter messen müssen.
Natürlich immer, wenn Sie das Gefühl "Atemnot"
haben. Mit dem objektiven Peak-Flow-Messwert können Sie dann
die tatsächliche Weite der Atemwege abschätzen, und entsprechend
reagieren. So vermeiden sie die unnötige Einnahme von Medikamenten,
auf der anderen Seite aber können Sie frühzeitig kritische
Situationen erkennen.
Außerdem haben sich Messungen in folgenden Situationen bewährt:
Regelmäßig: Sie müssen regelmäßig
messen, morgens direkt nach dem Aufstehen, mittags und abends. Bei
stabilen Atemwegen über vier Wochen genügt die morgendliche
Messung.
In besonderen Situationen: z. B. Bronchialinfekt, Anpassung
der Medikamente, stark schwankende Peak-Flow-Werte. |
Weiter: Peak-Flow-Werte protokollieren und
interpretieren
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